CDU Pleidelsheim
 

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13.03.2018, 20:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Pflege – geht uns alle an

CDU im Gespräch – Pflege

Mit dem Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Stefan Teufel MdL



Geschwister-Zacher-Haus, Badstubenstr.4, 74385 Pleidelsheim -

Pflege – geht uns alle an

Deshalb war die Pflege Thema unserer ersten Veranstaltung bei „CDU im Gespräch“, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der CDU-Ortsverbände Pleidelsheim, Ingersheim und Freiberg.

Zu unserer Auftaktveranstaltung konnten wir Stefan Teufel MdL, den gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion begrüßen. Er selbst hatte den vergangenen Tag in einem Pflegeheim seines Wahlkreises mitgearbeitet, um den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren. In seinem Einleitungsreferat bezeichnete Teufel die Pflege als eines der wichtigsten Zukunftsthemen und zugleich als zentrales Thema auf der kommunalen Ebene, da die Pflege eben auch ein wichtiger Standortfaktor sei. So ist Baden-Württemberg Reha-Land Nr. 1 in Deutschland – schließlich gibt jeder Krankenkasse 7,00 € pro Mitglied für Rehamaßnahmen aus. Pfleger seien die Helden unseres Alltags und allgemein in der Gesellschaft sehr hochgeachtet.

Aber auch in die medizinische Versorgung müsse künftig mehr investiert werden. So müssten die Zugangsvoraussetzungen für ein Medizinstudium verändert und angepasst werden. Ab 2018 erhält nun jeder junge Mediziner einen Zuschuss zum Studium, wenn er sich in medizinisch unterversorgtem Gebiet niederlässt. Doch auch auf den Bürger kommen höhere Kosten für Krankheit und Pflege zu. Schließlich werden wir alle immer älter und die Medizin durch technische Neuerungen immer kostenintensiver und die Pflegeversicherung ist kein Rundum-Sorglos-Paket.

Im Land werden bis 2030 über 2000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Deshalb hat die Landesregierung seit der letzten Legislatur eine Enquetekommission eingerichtet, die der Frage nachgehen soll, wie die Pflege in Baden-Württemberg zukunftssicher gemacht werden kann. Dabei wurden über 600 Maßnahmen ausgearbeitet.

Um mehr Affinität zu Pflegeberufen und mehr Interaktion zwischen den Generationen zu erzielen, ist in Überlegung, dass alle Jugendlichen, egal ob weiblich oder männlich, nach ihrer Schulausbildung 1 Pflichtjahr in Pflege oder Entwicklungspolitik absolvieren. Auch sollen für die Arbeit im Sanitärbereich Pflegeroboter entwickelt werden, die aber nicht für die Pflege am Menschen eingesetzt werden sollen.

Derzeit liegt der Ausländeranteil in den Pflegeberufen bei 60 %. Ohne diese massive Unterstützung wäre die Auslastung in den Pflegeeinrichtungen nicht zu stemmen. Auf einen Pfleger kommen z.Zt. 30-35 Patienten, was viele Pfleger kapitulieren lässt. Hier fordert die CDU einen verbindlichen Pflegeschlüssel. Diese Entscheidung dürfe nicht den Tarifpartnern überlassen werden, so Teufel.

Künftig soll in der medizinischen Versorgung, wie auch in der Pflege mehr ganzheitlich und sektorenübergreifend gearbeitet werden. Als wenig zielführend dagegen sieht Teufel die Empfehlung der EU, die Pflegeberufe zukünftig nur noch mit Abitur erlernen zu dürfen und ist sich damit mit den Gästen einig. Aber auch die Bundespolitik sei gefordert wie z.B. im Entgeldbereich.

Auf die Kurzzeitpflege als Vermeidung der Heimunterbringung und deren Förderung von Landesseite angesprochen verwies er auf die Landesbauverordnung, durch die ein akuter Pflegeplatzmangel entstanden sei und den Wunsch der CDU-Fraktion, den Korridor für die Umstellung bis 2020 zu verlängern. Ferner fordere man, dass 20% Doppelzimmer erhalten bleiben, die besonders bei Demenz- und psychische Erkrankungen hilfreich sei, ebenso wie mehr Kulanz was die Größe der Zimmer angeht.

Auch in der Palliativ- und Hopitzversorgung wolle man neue Wege gehen. Hier gilt der Kreis Rottweil-Tuttlingen für Baden-Württemberg als Modellpojekt.

Abschließend erklärte Teufel, dass für die Novellierung der Pflege gut 1 Jahrzehnt benötigt wird, jedoch die wohnortnahe Versorgung der älteren Generation die DNA der CDU und somit in guten Händen ist und man kann dem nach diesem Abend nur zustimmen…

Die nächste Veranstaltung der Reihe „CDU im Gespräch“ mit dem Thema „Bildungspolitik“ zu der wir die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann begrüßen dürfen findet am 08. Mai 20:30 Uhr im Freiberger Prisma satt.

Zu unserer Baustellenbesichtigung S21 – Talquerung am 07. April 10:00 Uhr nehmen wir unter info@cdu-pleidelsheim.de noch Anmeldungen entgegen.



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