CDU Pleidelsheim
 

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07.04.2018, 10:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Talquerung S21

Besuch der Baustelle Stuttgart 21 am 07.04.2018



Wie es bei den Pleidelsheimer Christdemokraten schon gute Tradition ist, besuchten wir bei fast schon sommerlichen Temperaturen Baden-Württembergs prominenteste Baustelle und mit Herrn Dumler unsrem sach- und fachkundigen Baustellenführer auch einen „alten“ Bekannten.

Es ist schon gigantisch, waren sich denn auch alle Besucher einig, was sich hier innerhalb der letzten 14 Monaten getan hat. Die Bahnsteige, die man m Februar 2017 nur erahnen konnte, zeichnen sich jetzt schon deutlich ab und die ersten Lichtkelche, damals nur im Modell zu besichtigen, nehmen langsam Gestalt an. Im Stadtgebiet Stuttgart wurden bereits über 1.500 Meter Tunnel gebaut, auf der Neubaustrecke sind es bereits fast 10.000 Meter und unaufhörlich fördern die Bänder weiteren Abraum aus den Tunnelröhren. Im März wurde der Durchschlag in der 2.560 Meter langen Weströhre des Tunnels Feuerbach gefeiert. Nach weniger als dreieinhalb Jahren ist die erste der beiden eingleisigen Röhren zwischen dem Bahnhof Feuerbach und dem Nordkopf des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs aufgefahren. Damit sind rund zwei Drittel der 58.810 Tunnelmeter von Stuttgart 21 vorgetrieben. Der Durchschlag der zweiten Röhre des Tunnels Feuerbach erfolgt voraussichtlich im Juli.

Auf der gesamten Baustelle ist ein Gewusel von Bauarbeitern, Maschinen und Fahrzeugen zugange, denn auch samstags wird hier gearbeitet – wie an den anderen 362 Tagen im Jahr (außer an Weihnachten), wie Herr Dumler stolz betonte.

Aufgrund eines zwischen dem Landesamt für Denkmalpflege und der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH geschlossenen Vereinbarung werden sämtliche Erdarbeiten im Bahnhofstrog archäologisch überwacht, seitdem 2014 auf rund 25 Metern Länge eine Konstruktion aus Schilfsandsteinplatten freigelegt wurde, die zu einem repräsentativ gestalteten Kanal der Barockzeit gehörte. Im Bereich weiterer Bauabschnitte zeigten sich wiederholt weitere Reste von Wasserführungen, die in die Zeit vor Anlage des Schlossgartens durch Nikolaus von Thouret im frühen 19. Jahrhundert zurückreichen. Nach dem Rückbau der Fuß- und Radwegrampe sollen nun die archäologischen Untersuchungen fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Mittlerweile ist auch das Betonbett der ehemaligen Bundesbahndirektion fertig. Künftig werden die Gleise für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof direkt unter dem Gebäude verlaufen. Damit das Gebäude bestehen bleiben kann, wird es nach allen Regeln der Ingenieurskunst auf Stützen gesetzt und der Tunnel unter der "schwebenden" Bahndirektion hindurch gebaut.

Auf die Frage ob auch der Güterverkehr durch den neuen Hauptbahnhof abgewickelt wird, war zu erfahren, dass nur noch lediglich 17% des Güterverkehrs über die Gleise abgewickelt wird. Ursächlich hierfür sind die vielen Streckenstillegungen, wie man ja auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft z.B. in Freiberg oder Steinheim beobachten kann.

Alles in allem wieder eine sehr informelle und gelungene Veranstaltung, die wir gerne auch im kommenden Jahr wiederholen werden.


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